Webseiten bauen - warum ich wordpress nehme und nicht wixx

Mit welchem Programm erstellst Du am besten Deine Homepage?

Herzlichen Glückwunsch. Du willst es wagen, mit Deinem eigenen Business oder Projekt in die Onlinewelt einzusteigen. Das ist ein mutiger Schritt und vor allem einer, der mit vielen weiteren Entscheidungen daherkommt. Zum Glück musst Du die nicht alle auf einmal treffen. Das geht Schritt für Schritt, denn auch im Onlinebusiness wächst Du mit Deinen Aufgaben.

Die Fragen rund um Deinen eigenen Webauftritt sind aber von ziemlicher Tragweite, darum möchte ich Dir heute von meinen Erfahrungen erzählen und Dir ein paar Tipps geben, was Du unbedingt beachten solltest.

Erst mal ohne Webdesigner

Gerade am Anfang scheuen Start-ups diese Kosten, mir ging es vor knapp vier Jahren auch so. Und der Markt ist ja auch riesig und überall wird einem gesagt, wie leicht das alles ist. Nun ja, leicht ist relativ, aber es ist auf jeden Fall machbar.

Nehmen wir also an, Du verkneifst Dir den Designer und sagst Dir, mit den heutigen Angeboten kriegst Du das erstmal auch allein hin.

Du bist mutig und willens, was Neues zu lernen – das ist als Unternehmer oder Selbständiger eh das Ah und Oh. Aber …. und dieses Aber ist wirklich wichtig.

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

Sei dir dessen einfach bewusst. Vladislav Melnik, bekannter Marketing-Blogger vom Affenblog bzw. Chimpify hat das in seinem Artikel „Warum gutes Webdesign so wichtig ist“ super zusammengefasst. Wir kaufen dort, wo wir uns wohlfühlen, wo wir Vertrauen haben und uns durch das Design, die Atmosphäre angesprochen fühlen. Die Idee, in 5 Minuten eine Webseite zu bauen, ist verführerisch, eine Stunde oder zwei wären das immer noch. Denn das Webseite-Bauen“ an sich ist nur ein sehr kleiner Teil der Arbeit. Damit eine Seite funktioniert, Kunden anzieht und Du also auch verkaufen kannst, ist sehr viel mehr zu beachten. Dabei könnte und sollte Dir ein Webdesigner auf jeden Fall eine gute Hilfe sein.

Mist, darüber wollte ich hier eigentlich gar nicht schreiben. Es klingt ja auch, als würde ich meine Arbeit verkaufen wollen. Aber das ist es nicht. Mein Punkt ist der: Wenn Du es selbst machst, nimm Dir auf jeden Fall die Zeit zu recherchieren, was eine gute Webseite braucht und wie man sie aufbauen sollte. Und dann mach Dir einen Plan, damit Du schon ungefähr weißt, wonach Du suchst und was Du willst.

Die Frage ist dann vielleicht:

  1. Homepagebaukasten oder vollflexibles Content Management System (CMS) wie zum Beispiel WordPress?
  2. Welcher Hoster (das ist quasi der Anbieter, der Deine Webseite auf seinen Servern hat und sicherstellt, dass man auch nachts um 4 deine Webseite erreichen und in Deinem Onlineshop einkaufen kann)?

Den ersten Punkt klären wir in diesem Artikel. Der zweite ist im Artikel zum Webseitenhosting näher beleuchtet.

Homepagebaukasten oder flexibles CMS z. B.Wordpress?

Es gibt ja einige Homepagebaukästen wie Wixx, Weebly, Jimdo oder der Baukasten von 1und1. Ich hab mich 2014 dagegen entschieden, denn ich wollte ein System, was mir alle Möglichkeiten lässt und was nicht teuer war. Und da sind die Baukästen einfach nicht so flexibel wie WordPress. Die Anbindung an Newsletter, die Trafficanalyse (also wie viele Besucher Deine Seite hat), Design und tausend andere Dinge wollte ich mir nicht vorschreiben lassen. Außerdem sind die Baukastensysteme meist teurer. Die Domain, also Deine Webadresse, kostet extra, Werbung ausschalten kostet extra, Bandbreite kostet extra (die Bandbreite besagt, wie viele Besucher gleichzeitig deine Webseite besuchen können, ohne das die Seite abstürzt) … puh. Too much!

Eine Freundin gab mir ein WordPressbuch. Das habe ich zwar bis heute kaum benutzt, denn Google ist am Ende eben doch aktueller und schneller. Aber sie stupste mich in diese Richtung und als ich lernte, wie beliebt WordPress ist, dass der Code nicht geheim ist sondern von Entwicklern überall auf der Welt weiterentwickelt wird, blieb ich dabei. Heute läuft wordpress auf 29 % aller Webseiten. Bei den vielen unterschiedlichen Möglichkeiten eine Webseite zu erstellen, ist das enorm. Das heißt auch: es gibt eine riesen Community, die WordPress nutzt und weiterentwickelt und entsprechend groß sind die Möglichkeiten im Design und in den Funktionen.

Du siehst, ich bin Fan von WordPress und hier gibt’s noch ein paar mehr

Argumente, warum Du dein Webprojekt auch mit WordPress erstellen solltest:

  • Du brauchst keine Programmierkenntnisse
    Es hilft natürlich, wenn man etwas html oder CSS kann, dann kann man noch mehr individuelle Anpassungen vornehmen, aber es geht locker auch ohne.
  • Die Bedienoberfläche ist relativ intuitiv. Relativ deshalb, weil man schon gewillt sein muss, sich einzuarbeiten. Am Anfang ist es neu und ungewohnt, aber das ist mit jedem Programm so.
  • Für alles, was die Software selbst in der Core-Version nicht bietet, gibt es Plugins. Gegen Spam-Kommentare, für die Sicherheit, für die Suchmaschinenoptimierung, für die Online-Terminvergabe … die Liste ist laaang. Manche sind kostenlos, andere haben verschiedene Preisstaffelungen, je nachdem, was man braucht.
  • Du kannst jederzeit die Domain wechseln, zu einem anderen Hoster umziehen oder Dein Design komplett ändern. Du entscheidest.
  • In jedem noch so preiswerten WordPress-Hosting kannst Du immer mobil optimierte Seiten haben. Das ist in den Homepagebaukästen teilweise erst gegen Aufpreis möglich.

So, schön wärs, wenn es damit erledigt wäre, aber der Vollständigkeit halber muss ich Dir noch eine weitere Option erklären. Wenn Du nämlich meinst, WordPress wär doch cool, dann hast Du noch die Wahl zwischen WordPress.com und WordPress.org und anderen Anbietern, die WordPress für dich managen, wie zum Beipsiel managed WordPress von 1und1.

Der Unteschied zwischen WordPress.com und WordPress.org

Grundsätzlich: wordpress.org bedeutet, dass Du die Software bei einem Hoster/Provider Deiner Wahl installierst und Dich um die Updates und Plugins kümmerst (oder das macht Dein Webdesigner für ca. 20 bis 40 Euro im Monat). WordPress.com dagegen hostet alle Webseiten auf deren Server, kümmert sich um die technischen Belange und Du kannst Dich voll auf Deine Inhalte konzentrieren.

Dafür musst Du Werbeanzeigen für WordPress.com, ein Branding und andere Einschränkungen in Kauf nehmen, die Du je nach Premium-Paket aufheben kannst. Die nahezu vollständigen WordPress-Funktionen hast Du erst im Businesspaket, was bei jährlicher Zahlung im Moment 25 Euro im Monat kostet, dafür aber sorgenfrei ist. Das könnte also durchaus eine Überlegung wert sein. Wenn Du mehr zu den Funktionen und Preisen wissen willst, schau Dir die Preistabelle von WordPress.com an.

Managed WordPress ist ebenfalls eine Möglichkeit, die es von verschiedenen Anbietern gibt. Dort bekommst Du eine WordPress-Installation schon fertig installiert. Die Updates werden vom Anbieter übernommen. Manche Anbieter lassen einem freie Hand bei der Installation von Plugins, andere, wie 1und1 haben nur ein eingeschränktes Sortiment an Plugins, die sie zulassen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Bei diesen Angeboten gibt es, soviel ich weiß, keine Werbung oder Domaineinschränkungen. Das macht sie, wie ich finde, zu einer echten Alternative zu WordPress.org. Gerade am Anfang, wenn Du mit der Umgebung noch nicht recht vertraut bist, kann es helfen, sich nicht noch um die Administration kümmern zu müssen. Oder auch, wenn Du eine Seite nur erstellen und dann relativ wenig daran ändern willst. Dann brauchst Du Dich nicht regelmäßig einloggen, um alle Updates zu installieren.

Kosten

Eine Webseite kostet Dich also mit WordPress.org oder auch bei Managed WordPress immer die monatlichen oder jährlichen Hosting-Gebühren und eventuell, falls im Hosting nicht enthalten, die Gebühren für die Domain(s), ca. 20 Euro im Jahr. Dazu kommen dann noch Kosten für Sicherheitsplugin, Newsletter, Opt-in Form für Deinen Newsletter und andere Services, die Du vielleicht haben möchtest.

Ein Homepagebaukasten und auch WordPress.com sieht vielleicht erstmal preiswert aus. Aber um das Branding oder die Werbung zu entfernen, eine normale Domain ohne Branding zu bekommen (stichwort meineSeite.wixx.com) , Analysemöglichkeiten zu haben, musst Du oft tiefer in die Tasche greifen. Klar, dafür kümmern sie sich um die Sicherheit Deiner Seite. Newsletteranbindung und Opt-in Form? Unbedingt checken, ob sowas im Baukasten möglich ist, denn diese beiden Tools wirst Du sicher verwenden wollen.

Soviel also erstmal zur Auswahl des Webseitensystems. Wenn Du Fragen dazu hast, schreib mir am besten einen Kommentar.

Und wenn Du bis hierher gelesen hast und gern WordPress im Original verwenden möchtest, dann interessiert Dich sicher auch noch die Frage, wie Du das richtige Hosting findest und was Du unbedingt beachten solltest. Dazu empfehl ich Dir meinen Artikel zum Thema Hosting.

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